Ein Tag wie jeder andere

Seit Jahren versuche ich meiner Familie und Freunden klarzumachen, dass für mich persönlich mein Geburtstag ein Tag wie jeder andere ist, denn eigentlich hat man nur einen einzigen Geburtstag und das, was sich alle Jahre wieder wiederholt sind eben nichts anderes als Jahrestage, an die man erinnert wird, dass man irgendwann einmal geboren wurde.

Na ja, eigentlich könnte man sich da ja jeden Tag dran erinnern, wenn man das wollte und im Grunde genommen könnte man diesen Erinnerungstag auch täglich feiern, wenn man die entsprechende „Dröhnung“ an 365 Tagen im Jahr durchstehen würde.

Aber mal ehrlich … Es gibt tatsächlich Jahre, in denen ich meinen eigenen Geburtstag tatsächlich „vergesse“, denn für mich ist die Wichtigkeit meines Jahrestages nicht wirklich gegeben. Interessanterweise scheint das aber für meine Familie und für meine Bekannten überhaupt nicht relevant zu sein. Glückwünsche zu meinem Geburtstag (der heute schon 53 Jahre zurückliegt), Geschenke (muss man doch nicht am Jahrestag festmachen),  Anrufe (über die ich mich an jedem anderen Tag im Jahr mindestens genauso freue), Kuchen und andere Leckereien (die in geballter Form plötzlich vor mir stehen und auf vier Wochen verteilt mindestens genauso lecker schmecken würden, ohne dass ich mir 4000 Kalorien auf einmal verpassen sollte, damit der Süßkram nicht „schlecht“ wird) …

„Lass dich heute schön feiern“ ist auch so ein Spruch … Muss ich mich denn überhaupt „feiern“ lassen? Warum ausgerechnet heute? Warum nicht morgen oder in zwei Monaten? Da bin ich doch auch noch da, so Gott will. Und überhaupt, ich muss mich von niemandem „feiern“ lassen. Es ist viel wichtiger, dass ich selbst mein Leben an jedem einzelnen Tag – nicht nur an dem Jahrestag meines Geburtstages – zu einem Fest  mache, denn Sinn und Zweck unseres Lebens ist es, jeden Tag, jeden Augenblick als etwas Besonderes und das Leben als das größte Geschenk, was uns jemals zuteilwurde,  zu sehen. Das Glück des Daseins täglich bewusst wahrzunehmen und nicht erst dann, wenn mich Glückwünsche zu einem „Geburtstag“ erreichen.

Nichts desto trotz freue ich mich dennoch über jene Menschen, die heute an mich denken, aber noch mehr über jene, welche sich auch unter dem Jahr an mich erinnern, ohne dass es hierzu einen Ehrentag braucht. Aber allem zum Trotz liegt das Glück meiner Erinnerung und meines Lebens ausschließlich in mir selbst, doch selbstverständlich weiß ich die Wertschätzung meiner Lieben zu meinem Geburts-/Jahrestag zu schätzen, teile redlich und gerne meinen Geburtstagskuchen mit ihnen, genieße die Gespräche und das Zusammensein, freue mich darüber, dass ich noch immer das ganz große Geschenk meiner mittlerweile 90-jährigen Mama habe, die mich jetzt schon 53 Jahre meines Lebens in weitgehender Gesundheit und glasklarem Bewusstsein begleitet, meine Kinder, die mir frohe Momente mit ihrem Dasein bescheren und das Glück, den für mich wunderbarsten Mann der Welt an meiner Seite zu haben, welcher mein persönliches Lebensglück erst vervollständigt hat.

All meinen Lieben sage ich heute ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass es euch gibt und zwar an jedem neuen Tag. Ihr bereichert mein Leben in jedem Augenblick und es ist eine Freude, mit euch mein Leben teilen zu dürfen, auch wenn wir uns z.T. manches Mal nur alle paar Wochen einmal sehen.

Und wenngleich mein Geburtstag für mich ein Tag wie jeder andere ist, genieße ich ihn nun dennoch, denn mit euch zu lachen, zu reden, zu philosophieren oder auch nur die gemeinsamen Kuchenkalorien zu teilen, erachte ich ebenfalls als ein großes Geschenk.

Also sage ich ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass es euch gibt und ihr alle mit mir seid!

 

Apropos Geschenk …

Manche Geschenke sind einfach nur klasse,  erfordern jedoch ein wenig Übung, bis man sie nutzen kann.

Von was ich spreche? … Schaut selbst!

Neue Überschrift:

Aus dem Leben der Autorin … Die mit dem Sack (Lamzac) tanzt

Viel Spaß beim Anschauen und Kopfschütteln über die ersten dusseligen Versuche, das Teil in ein Luftsofa zu verwandeln.

Lamzac und Gabi – Zwei Welten treffen aufeinander

 

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2 Kommentare zu Ein Tag wie jeder andere

  1. Hey Gabi,

    hast dich ja richtig verbissen in dem Teil 😉 Irgendwie hast mir ja fast schon leid getan wenn es nicht so lustig gewesen wäre,………..und du hattest es doch schon gut mit Luft gefüllt und hast immer weiter gemacht.
    Liebe Gabi denkt doch einfach mal dran: „Reicht doch“

    Liebe Grüße Uwe

    • Gabi Berktold | 13. Juni 2016 um 12:41 | Antworten

      Ja, lieber Uwe, da war so oft Luft drin, aber das hat für mich beim Füllen nie so ausgesehen, daher immer neue Versuche 😀 Als ich das Video das erste Mal sah, hab ich mich auch gefragt, warum ich das Teil nicht einfach zugemacht habe und gut isses … Christian und meine Tochter haben sich jedenfalls köstlich amüsiert und mich auch nicht ausgebremst. „Reicht doch“ wird ab sofort mein neues Motto 😀
      Liebe Grüße zurück
      Gabi

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