Erinnerungen

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So oft im Alltag überkommen mich die Erinnerungen an unseren Camino, den wir im letzten Jahr geradelt sind. 3000 km von Ulm nach Santiago de Compostela, durch die schönsten Landschaften, die wunderbare Schweiz, das faszinierende Frankreich und durch die traumhafte Natur Spaniens.

Der Atlantik auf dem Camino del Norte hat unsere Herzen so unglaublich weit geöffnet, sodass kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht an das große, stahlblaue Meer denke, es mit seinen gigantischen Stränden und zerklüfteten Felsen vor mir sehe, selbst dann, wenn ich nur an unserem kleinen Fischteich sitze.

Mit geschlossenen Augen fühle ich die Hitze des spanischen Sommers, erspüre den Hauch des Küstenwindes, atme den Duft des Meeres und bin wieder auf dem Weg …

Wieder?

Oder immer noch?

Ich habe festgestellt, dass der Weg zu dir selbst niemals aufhört, niemals aufhören kann, denn sonst würde dein Leben, deine Entwicklung einem Stillstand gleichkommen. Wie schön, wenn man auch im Alltag durch einen klitzekleinen Gedanken, durch eine winzige Erinnerung, die sich in dein Hirn stiehlt, daran erinnert wird, jeden Tag aufs Neue das Beste aus seinem Leben zu machen, Freude zu fühlen, Glück zu verinnerlichen, Liebe zu leben und sein Dasein zu einem einzigen, ganz persönlichen Glücksmoment zu machen, auch wenn der Sturm um dich herum tobt.

Wenn du verstanden hast, dass dein Leben das größte Geschenk an dich war, welches du je erhalten hast, und wenn du erkennst, dass du allein bestimmst, ob du auf der Schatten- oder auf der Sonnenseite stehst, stehen dir alle Wege, Türen und Tore offen, ganz gleich, was du dir zum Ziel setzt.

Ich bin so glücklich darüber, dass ich mit meinem Mann diese Reise gemeinsam erleben durfte. Mein Leben hat sich verändert und ich bin noch glücklicher, als ich es jemals war.

Ach ja, und morgen haben wir Hochzeitstag. Somit werden dann meine Erinnerungen ausnahmsweise mal nicht an der atlantischen Küste, sondern im romantischen Venedig weilen, wo wir geheiratet haben. Leider haben wir es in diesem Jahr nicht geschafft, unseren Hochzeitstag dort, in dieser wundervollen Stadt, zu verbringen. Aber Venedig läuft uns ja nicht davon und wer weiß, vielleicht verschlägt es uns ja schneller wieder dorthin, als wir glauben.

 

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