Marcos Tagebuch

Montag, 16.01.2017

Heute war ein toller Tag.

Unsere Menschen haben mit uns das erste Mal einen längeren Spaziergang gemacht. Na ja, war ja bis jetzt nicht möglich, da wir bis über den Bauch im Schnee versunken wären und uns dann auch schnell kalt wäre.

Heute jedoch sind wir zwar auch wie die Schneefräsen durch die weiße, kalte Pracht gerannt, aber wir haben überhaupt nicht gefroren, denn wir durften die gesamte Strecke ohne Leine laufen, hatten somit Bewegung ohne Ende und das macht ja bekanntlich warm. Mann war das toll!

Endlich mal wieder rennen, rennen, balgen, rennen, rennen, kämpfen, spielen, rennen, toben und hab ich schon gesagt, dass Mari und ich wie die Irren über das schneebedeckte Feld gerast sind. Manchmal habe ich mich wie ein Hase gefühlt und bin wie Idefix mit allen vier Beinen zugleich herumgehüpft, ehe ich Mari geärgert und sie am Schwanz gezogen habe. Bloß blöde, dass sie das dann gleich nachgemacht hat und mich dabei immer fast umgerannt hat.

Es hat so unglaublich Spaß gemacht! Hach, und immer wenn wir brav zu unseren Menschen zurückgekommen sind, wenn sie uns gerufen haben, hat’s ein oberleckeres Leckerli gegeben! Da macht das Zurückkommen doch gleich noch mehr Spaß! Wobei … die beiden sind klasse! Mit ihnen kann man richtig schön spielen, schmusen und sie sind sehr nachsichtig mit uns. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass wir etwas ganz besonderes für sie sind. Hhmm … na ja … sind wir ja auch! Hatte bloß vorher keiner gemerkt 🙂

Jedenfalls kamen wir dann zurück (Autofahren macht unbändig Spaß! Dabei gibt es so viel aus dem Fenster heraus zu sehen und zu verbellen) und unsere Menschen mussten uns erst mal die Schneeklumpen von Beinen und Bauch zupfen, was gar nicht so einfach war, weil alles vereist war. Schließlich durften wir mit ins Badezimmer, wo wir trockengefönt wurden. Das ist ja mal geil! Warme Luft, die das Eis auflöst und uns nach der Kälte da draußen doch gleich wieder aufwärmt … Anschließend bekamen wir noch eine Bürstenmassage … Gott, wie wir die lieben! Da strecken wir doch gleich alle Viere von uns und fallen in eine legendäre Hundetrance. Letztendlich haben wir uns vor den brennenden Ofen gelegt, dem Feuer zugeschaut und die Hitze genossen, die er abstrahlt. Bei dieser Temperatur sind wir dann eingeschlafen und haben vom warmen Spanien geträumt – glaube ich zumindest … bin ich mir fast sicher … na okay … keinen Plan, von was wir geträumt haben, aber auf jeden Fall waren wir vom Herumtoben so kaputt, dass wir gleich mal zwei Stunden gepennt haben.

Irgendwann hören wir dann aus der Küche ein Wahnsinnsgeräusch … Mussten gleich mal nachschauen, was da solch einen gottesjämmerlichen Krach machte. Steht da doch nicht einer unserer Menschen mit einem Höllengerät. Einen fetten Schlauch in der Hand, hantiert er in diversen Schubladen. Später wissen wir dann, dass das ein Sauger ist. Hhmm – natürlich mussten wir das Ding betrachten und so schnell konnten wir gar nicht schauen, wie diese Schlauchdüse über unser Fell gezogen wurde. Huch – erst mal ein komisches Gefühl, aber … gefällt uns! … Gefällt uns sogar sehr! … Wir mussten uns gleich mal auf den Rücken legen und lang machen, damit auch der Bauch nicht vergessen wurde. Das tat sowas von gut! Hoffentlich saugen die Menschen bald wieder!

 

Dienstag, 17.01.2017

Und heute ging’s gleich wieder auf den Acker! Wir sind nicht mehr ganz so weit weggefetzt wie gestern, was unsere Menschen sehr gefreut hat und sind immer wieder ganz brav gekommen, wenn sie uns gerufen haben. Na ja … manchmal zwar erst aufs zweite oder dritte Mal, aber wir SIND gekommen. Wenn’s da doch auch so vieles zu beschnuffeln gibt. Ist ja sozusagen wie Zeitunglesen und wir haben halt einfach ein wenig länger dazu gebraucht, um wieder aufs Laufende zu kommen 😉

Dazu gibt’s demnächst noch einen Film 🙂

Zu Hause wurden wir dann wieder trockengefönt und was soll ich sagen, so langsam gefällt uns auch das richtig gut.

Am Abend haben wir es uns dann mit unseren Menschen auf dem Sofa vor dem Fernseher gemütlich gemacht, aber der Film war ziemlich langweilig. Mari und ich sind ziemlich gleich eingepennt.

 

Mittwoch, 18.01.2017

Heute Morgen sind wir mit Feliz wieder mal quer durch’s Haus getobt. Die Kleine holt immer die tollsten Spielzeuge von den Schränken. Wir lachen uns kringelig, wenn unsere Menschen immer und immer wieder die Dinge aufheben und erneut an ihren Platz stellen, ganz gleich, wie oft Feliz sie runterwirft. Soll einer sagen, man kann seine Menschen nicht erziehen! Also UNS wäre das viel zu blöd! Aber wenn die Menschen ihre Freude daran haben, dann tun wir ihnen eben den Gefallen und schleppen das Zeug durch die Gegend, damit sie es wieder aufräumen können.

Die Minka denkt dafür nur an Schlafen und kommt nur zum Fressen in die Gänge.

Okay … Fressen ist natürlich prima … und der Mittagsschlaf danach ist noch primaner, oder wie das heißt.

 

Dienstag, 24.01.2017

Mann, Mann, Mann … da lassen uns die Menschen ein Mal für drei Stunden zu Hause und wundern sich dann, wenn wir aus lauter Frust diverse Schuhe auseinandernehmen. Hhmm, war vielleicht nicht ganz so eine gute Idee, denn an den Latschen mit den drei Querriemen ist jetzt nur noch der Vordere brauchbar. Die anderen hat Mari durchgekaut … ja gut, ich war sicherlich auch mit von der Partie, aber das muss ich hier jetzt ja nicht öffentlich zugeben! Nun gut, aber wir wissen ja, dass wir unsere Menschen nur treuherzig angucken müssen, dann schmilzt das Herz und alles ist wieder gut. Hach … was für ein Leben!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*